Ein Wochenende, das nicht nur vor dem Bildschirm stattfindet

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Letzten Samstag stand ich vor der Entscheidung: Noch ein paar Runden Valorant zocken oder das milde Frühlingswetter nutzen? Ich wählte beides – und habe dabei drei Aktivitäten entdeckt, die jeder deutsche Gamer an einem freien Wochenende ausprobieren sollte.

1. Retro‑Arcade‑Touren in deutschen Städten

Viele größere Städte haben kleine, aber feine Retro‑Arcade‑Bars, die klassische Automaten von 1983 bis 1999 beherbergen. In Berlin liegt das Game Science Center in der Karl‑Marx‑Allee, dort gibt es über 40 funktionierende Automaten, darunter Pac‑Man, Street Fighter II und Donkey Kong. Der Eintritt kostet 8 €, und ein Spiel kostet meist 0,50 € pro Credit.

Ein weiteres Highlight ist das Pixel Palace in Hamburg, das neben Arcade‑Maschinen auch eine wöchentliche „Speed‑run‑Nacht“ anbietet. Dort kann man an einem Freitag um 20 Uhr mit anderen Spielern um die schnellste Durchlaufzeit von Super Mario Bros. kämpfen. Die Teilnahmegebühr liegt bei 5 € inklusive einem Getränk.

Wer nicht so weit reisen möchte, findet in kleineren Städten wie Köln (Arcade Café “Pixel & Play”) oder Leipzig (Retro‑Lounge “8‑Bit”) ebenfalls eine Auswahl von 15‑20 Automaten. Der Vorteil: Man kombiniert Gaming mit einem kurzen Spaziergang durch das Stadtzentrum und kann danach in einem nahegelegenen Café weiterplanen.

2. Outdoor‑Gaming‑Events und LAN‑Partys

Im Sommer organisieren zahlreiche Gaming‑Communities offene LAN‑Tage im Freien. Das „Sunset LAN“ in München findet jedes zweite Wochenende im August im Olympiapark statt. Dort können bis zu 150 Teilnehmer ihre eigenen PCs oder Konsolen mitbringen, während ein 10‑Meter‑großer 4K‑Projektor das aktuelle Turnier von Rocket League live überträgt.

  • Eintritt: 12 € pro Person, inklusive Strom und WLAN.
  • Verpflegung: Food‑Trucks bieten vegane Burger, Pommes und Energy‑Drinks.
  • Besonderes: Ein lokaler Entwickler stellt sein neues Indie‑Spiel vor und lässt Besucher es testen.

Ein ähnliches Format gibt es in Frankfurt: das „Techno‑Gaming‑Festival“, das neben klassischen LAN‑Stationen auch VR‑Erlebnisse wie Beat Saber im Freien anbietet. Tickets kosten 15 €, und das Event ist besonders für Spieler geeignet, die sowohl kompetitiv als auch experimentell unterwegs sind.

3. Brett‑ und Tabletop‑Abende in Gaming‑Cafés

Wer nach einer Pause vom Bildschirm sucht, sollte ein Tabletop‑Café besuchen. In Stuttgart befindet sich das Dice & Drink, das wöchentlich ein „Strategie‑Samstag“-Programm anbietet. Dort gibt es über 300 Brettspiele, von klassischen Eurogames wie Catan bis zu komplexen Rollenspielen wie Gloomhaven. Der Eintritt ist frei; man zahlt nur für das Spiel, das man ausleihen möchte (zwischen 2 € und 5 €).

Ein besonderes Angebot gibt es am ersten Sonntag jedes Monats in Dresden: das „Co‑Op‑Night“, bei dem man in Teams von vier Personen an kooperativen Spielen wie Pandemic Legacy arbeitet. Der Preis liegt bei 8 € pro Team, inklusive einer Flasche Wasser und Snacks.

4. Kurzer Ausflug: Online‑Gaming als Ergänzung

Wenn das Wetter plötzlich umschlägt oder man einfach den Komfort des eigenen Sofas bevorzugt, lässt sich das Wochenende leicht mit einem Online‑Spiel ergänzen. Für ein bisschen Abwechslung kann man sich jetzt bei Dragonia registrieren und dort neben klassischen Casinospielen auch Live‑Dealer‑Tische finden, die ein bisschen das Feeling eines echten Spielhauses nach Hause bringen.

Fazit: Vielfalt statt Monotonie

Ein Wochenende muss nicht nur aus stundenlangem Sitzen vor dem Monitor bestehen. Mit Retro‑Arcades, Outdoor‑LANs und Tabletop‑Cafés lässt sich das Gamer‑Erlebnis in Deutschland abwechslungsreich gestalten. Die genannten Orte und Events kosten jeweils zwischen 5 € und 15 €, sodass man auch mit kleinem Budget viel ausprobieren kann. Also, nächste Woche das Handy auspacken, die Karte öffnen und das nächste Abenteuer planen – das reale Gaming wartet schon.

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